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Die Situation von betreuenden Anghörigen verbessern: Es braucht mehr

Der Bundesrat will die Situation für erwerbstätige pflegende Angehörige verbessern. Mit Lohnfortzahlung bei kurzen Abwesenheiten, einem bezahlten Betreuungsurlaub für Eltern von schwer kranken oder verunfallten Kindern und mit einer Anpassung der Betreuungsgutschriften und der Hilflosenentschädigung. Er hat die Botschaft zum Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege ans Parlament überwiesen.

Der Entlastungsdienst Schweiz begrüsst diese Massnahmen und freut sich sehr, dass die Politik sich dem Thema annimmt. Wir freuen uns insbesondere zusammen mit den Familien mit besonders pflegebedürftigen Kindern. Es braucht aber mehr! Der Anspruch auf einen Betreuungsurlaub muss auf Arbeitnehmende ausgeweitet werden, die erwachsene Familienmitglieder und Nahestehende betreuen. Immer mehr Menschen – insbesondere Frauen – betreuen z.B. demenzkranke Eltern. Nicht selten müssen sie dazu die Erwerbstätigkeit reduzieren oder ganz aufgeben. Für sie braucht es dringend angemessene Massnahmen.

Medienmitteilung des Bundesrats vom 22. Mai 2019

Medienmitteilung des Entlastungsdienstes Schweiz mit Stellungnahme zum neuen Bundesgesetz