Jahresbericht 2019

Der Jahresbericht 2019 kann hier heruntergeladen werden oder per Mail (be@entlastungsdienst.ch) oder telefonisch (031 382 01 66) bei der Geschäftsstelle angefordert werden.

Bulletin Frühling 2020

Das Bulletin Frühling 2020 ist verfügbar. Lesen Sie unsere Informationen über die Sofort-Betreuung, unsere Einsätze in dieser ausserordentlichen Zeit und weitere Informationen.

Betreuungsengpässe wegen Coronavirus?

Kontaktieren Sie uns bei Betreuungsengpässen. Wir suchen gemeinsam eine Lösung.

Betreuung für Menschen und Kinder mit Behinderung

Wer für Nahestehende, Kinder oder andere Familienmitglieder auf Betreuung angewiesen ist, sieht sich in der aktuellen Situation mit dem sich verbreitenden Coronavirus zusätzlichen Herausforderungen gegenüber: Fallen Schulbetrieb, Kinderbetreuung oder die Betreuung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen aus oder fühlen sich betreuende Angehörige aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, sich vorübergehend von den zu betreuenden Personen zu distanzieren, wird es schnell eng. Betreuungsengpässe sind für viele aktuell ein Problem.

Der Entlastungsdienst Schweiz versucht hier mit den Betroffenen zusammen eine möglichst passende Lösung zu finden und Betreuungsengpässe zu überbrücken. Wo möglich springen wir kurzfristig und unkompliziert ein. Unsere Betreuungspersonen sind speziell geschult. Als Non-Profit-Organisation bietet der Entlastungsdienst Schweiz Betreuung zu sozialverträglichen Tarifen.

Zuhören und vermitteln: Caterina Gemelli findet fast immer die passende Betreuung

Die Coronakrise kennt zum Glück zahllose Heldinnen und Helden. Auch der Entlastungsdienst Schweiz hat viele Held*innen dieses aussergewöhnlichen Alltags in seinen Reihen: Betreuer*innen und natürlich unzählige betreuende Angehörige. Eine dieser Heldinnen ist Caterina Gemelli. Seit bald zehn Jahren sorgt sie beim Entlastungsdienst Schweiz – Kanton Bern dafür, dass Menschen die passende Unterstützung erhalten. Als Leiterin der Region Biel-Seeland, Berner Jura ist es Caterina Gemellis Aufgabe, genau hinzuhören, wenn Anfragen für Betreuung sie erreichen. «Anfangs geht es immer darum, herauszufinden, was genau die Bedürfnisse der Menschen sind, die sich für unsere Betreuung interessieren. Ich versuche, möglichst genau heraus zu spüren, was die Familien, Paare oder Einzelpersonen sich wünschen.» Danach beginnt für Caterina Gemelli die herausfordernde Suche nach der passenden Betreuungsperson. Über 50 Betreuerinnen und Betreuer hat Caterina in ihrer Region – und mit der nötigen Anstrengung findet sie fast immer den richtigen «Match». Ihre langjährige Erfahrung und ihre Bereitschaft, sich auf die Menschen einzulassen, sind dabei eine grosse Hilfe.

Mit der passenden Betreuungsperson besucht sie jeweils die Familie, die entlastet werden soll, für ein erstes Kennenlernen. «Wir schauen, ob die Chemie stimmt und besprechen alles Organisatorische.» Stimmt es bei diesem ersten Treffen, dann finden erst einmal drei Probeeinsätze statt. Danach heisst es für Caterina Gemelli noch einmal: Ganz genau hinhören. «Ich spreche dann ausführlich mit den Kundinnen und Kunden und der Betreuungsperson und finde heraus, ob alle zufrieden sind.» Tatsächlich trifft das in den meisten Fällen zu. Wo nicht, sucht Caterina nach Lösungen. In jedem Fall kümmert sie sich zuverlässig um Administratives und ist jederzeit für Kund*innen und Betreuende erreichbar.

Unkomplizierte Hilfe

«Das Schöne an meiner Arbeit ist, dass wir den Menschen, die Unterstützung brauchen, wirklich Entlastung bringen können. Das erlebe ich täglich. Die Familien und Einzelpersonen sind unglaublich dankbar – und die Betreuenden ebenfalls. Denn die Einsätze sind auch für sie eine grosse Bereicherung.»

Trotz all dem gab es auch bei den von Caterina begleiteten Familien und Betreuer*innen in den letzten Wochen einige Verunsicherung. Die Corona-Pandemie führte dazu, dass einzelne Betreuungspersonen, die selbst zur Risikogruppe gehören, ihre Einsätze pausieren mussten. Und einigen Kund*innen war es vorübergehend wohler, wenn keine Betreuungsperson mehr zu ihnen nach Hause kam. «Es gab aber auch Anfragen von Familien, die wegen der Pandemie in Situationen kamen, in denen sie rasch und unkompliziert Unterstützung brauchten. Die konnten wir in allen Fällen bieten. Das hat mich sehr gefreut», sagt Caterina zufrieden. So war insbesondere in den ersten Wochen der Pandemie ihre Improvisationsfähigkeit gefragt. Als Asthmatikerin selbst Risikopatientin managte sie die Einsätze allesamt von zuhause aus. «Das Telefon lief heiss», sagt sie und lacht. Aus der Ruhe bringt sie nichts so leicht. Mag sein, dass das auch daran liegt, dass sie jederzeit weiss, wofür sie sich einsetzt. «Es mag klischeehaft klingen, aber ich mache diese Arbeit mit Herzblut, weil sie für mich wirklich Sinn hat.»

Das Leben im kleinen Kreis zuhause geniessen

Die Coronakrise kennt zum Glück zahllose Heldinnen und Helden. Auch der Entlastungsdienst Schweiz hat viele HeldInnen dieses aussergewöhnlichen Alltags in seinen Reihen: BetreuerInnen, die weiterhin Menschen unterstützen und natürlich unzählige betreuende Angehörige. Eine dieser Heldinnen ist Denise Maurer. Vor wenigen Tagen feierte sie ihren 59. Geburtstag. Der kleine Rahmen der Feier störte sie überhaupt nicht. «Ich bin es gewohnt, das Leben im kleinen Kreis zuhause zu geniessen, wann immer es nur geht», sagt sie. Denise Maurers Sohn lebt mit einer schweren körperlichen und geistigen Behinderung. Darcy ist 34 Jahre alt und braucht 24 Stunden am Tag Unterstützung und teilweise Intensivpflege.

«Häufig zuhause zu sein und kaum Ausflüge zu machen ist für uns nichts Neues. Mein Leben ist ganz und gar abgestimmt auf die Bedürfnisse von Darcy.» Nur wenn die Wetterbedingungen für Darcy stimmen, kann er nach draussen gehen – einerseits weil die Luft für sein Tracheostoma oft zu unklar ist und er Atemprobleme bekommt, andererseits wegen seiner Epilepsie. «Zum Glück haben wir einen Garten und konnten die vergangenen Schönwettertage oft draussen verbringen», sagt Denise und man hört in ihrer Stimme die Lebensfreude, die sie in diesen Tagen verspürte. Auch ihr Mann war aktuell viel zuhause, weil er – mit Risikopatient Darcy zuhause – nicht zur Arbeit im Altersheim gehen konnte.

Die Corona-Pandemie hat das Leben von Denise und ihrer Familie also nicht auf den Kopf gestellt. Aber sie hat ihr den Alltag nicht eben erleichtert: Seit dessen Geburt betreut und pflegt Denise Darcy 24 Stunden am Tag, sieben Tage pro Woche. Viele Jahre davon war Denise alleinerziehend. Manche Komplikation, viele Notfälle und unzählige schlaflose Nächte haben sie und Darcy erlebt. In den letzten Jahren konnte sich Denise so einrichten, dass sie zwei freie Nachmittage pro Woche hatte. «Ich bin so froh um diese Nachmittage, an denen ich meist die Einkäufe und andere Besorgungen erledige. Das geht dann so wunderbar unkompliziert und ich kann mich auf mich konzentrieren.»

Doch um Darcy vor dem Coronavirus zu schützen, verzichtet Denise zurzeit auf die Einsätze des Entlastungsdienstes. «Die Betreuerin von Darcy würde uns auch jetzt entlasten, was ich sehr schätze. Aber ich versuche, Darcy zumindest in dieser ersten Zeit von Corona so gut wie es geht abzuschirmen.» Die freien Nachmittage fehlen Denise in dieser Zeit, in der für sie an Pausen nicht zu denken ist. «Ohne meinen Mann ginge das alles nicht», sagt sie. Nun, da er nächste Woche wieder täglich zur Arbeit fahren muss, kommt auch Darcys Betreuerin vom Entlastungsdienst Schweiz – Kanton Bern wieder zu ihr. «Das wird ein freudiges Wiedersehen», so Denise. «Liliane ist einfach ein Schatz und wir freuen uns immer, sie zu sehen.»

 

Mit Bildern gegen die Krise

Henny Manz - Bild 3

Trotz aller Gefahren und Entbehrungen, trotz allem Leid: Die Coronakrise kennt zum Glück zahllose Heldinnen und Helden. Auch der Entlastungsdienst Schweiz hat viele Held*innen dieses aussergewöhnlichen Alltags in seinen Reihen: Betreuerinnen und Betreuer, die weiterhin Menschen unterstützen und natürlich unzählige betreuende Angehörige. Eine dieser Heldinnen ist Henny Manz. Die Künstlerin und Betreuerin arbeitet für den Entlastungsdienst Schweiz – Kanton Bern. Sie verkauft zurzeit ihre Bilder und spendet den Grossteil des Erlöses für soziale Einrichtungen. «Die Aktion macht mir grosse Freude. Ich kann meine Bilder für etwas Gutes einsetzen», sagt Manz. «Und vielleicht bringen sie in die eine oder andere Wohnung in dieser Zeit des Daheimbleibens etwas Farbe und Stimmung.»

Alles über die Aktion von Henny Manz und ihre Arbeit als Betreuerin beim Entlastungsdienst Schweiz -Kanton Bern.

 

Wichtige Informationen – Entlastungsdienst Schweiz

Ältere Frau mit Betreuungsperson Entlastungsdienst Schweiz

Die aktuelle Situation ist insbesondere für Menschen in vulnerablen Situationen sowie die Betreuungspersonen eine grosse Herausforderung. Der Entlastungsdienst Schweiz handelt mit gewohnter Vorsicht und besonderer Aufmerksamkeit. Richtungsweisend sind die Empfehlungen und Anordnungen des Bundesamtes für Gesundheit. Darüber hinaus ergreift der Entlastungsdienst Schweiz je nach Bedarf und von Fall zu Fall zusätzliche Massnahmen. Alle Betreuungspersonen des Entlastungsdienstes Schweiz informieren sich laufend:

Bundesamt für Gesundheit BAG

BAG-Informationen für Gesundheitsfachpersonen

Haben Sie Fragen? Sind Sie verunsichert?

Wir bitten unsere Kundinnen und Kunden, sich bei Unsicherheiten und Fragen direkt mit uns telefonisch in Verbindung zu setzen. Wir sind gerne für Sie da!

+41 31 382 01 66

Bei allgemeinen Fragen zum Coronavirus empfehlen wir die Infoline Coronavirus, die täglich 24 Stunden erreichbar ist:

+41 58 463 00 00

Mitgliederversammlung 2019

Die Mitgliederversammlung 2019 fand am 12. Juni in Bern statt. Nebst den üblichen statutarischen Traktanden wurde die bisherige Präsidentin, Marianne Schütz, mit grossem Dank verabschiedet, die langjährige Vize-Präsidentin Denise Strub einstimmig zur neuen Präsidentin und Michel Segesser einstimmig als neues Vorstandsmitglied gewählt. Zudem konnten 11 Mitarbeiterinnen für ihre langjährige (10, 15, 20 und sogar 25 Jahre) Treue zum Entlastungsdienst geehrt und beschenkt werden. Fünf der Jubilarinnen waren an der Mitgliederversammlung anwesend. Das Protokoll kann hier heruntergeladen werden.

Falls Sie mehr Details zu unseren Aktualitäten haben möchten, können Sie jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen:

Entlastungsdienst Schweiz – Kanton Bern
Schwarztorstrasse 32
3007 Bern
Tel. 031 382 01 66
be@entlastungsdienst.ch

Die Situation von betreuenden Angehörigen verbessern: Es braucht mehr

Der Bundesrat will die Situation für erwerbstätige pflegende Angehörige verbessern. Mit Lohnfortzahlung bei kurzen Abwesenheiten, einem bezahlten Betreuungsurlaub für Eltern von schwer kranken oder verunfallten Kindern und mit einer Anpassung der Betreuungsgutschriften und der Hilflosenentschädigung. Er hat die Botschaft zum Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege ans Parlament überwiesen.

Der Entlastungsdienst Schweiz begrüsst diese Massnahmen und freut sich sehr, dass die Politik sich dem Thema annimmt. Wir freuen uns insbesondere zusammen mit den Familien mit besonders pflegebedürftigen Kindern. Es braucht aber mehr! Der Anspruch auf einen Betreuungsurlaub muss auf Arbeitnehmende ausgeweitet werden, die erwachsene Familienmitglieder und Nahestehende betreuen. Immer mehr Menschen – insbesondere Frauen – betreuen z.B. demenzkranke Eltern. Nicht selten müssen sie dazu die Erwerbstätigkeit reduzieren oder ganz aufgeben. Für sie braucht es dringend angemessene Massnahmen.

Medienmitteilung des Bundesrats vom 22. Mai 2019

Medienmitteilung des Entlastungsdienstes Schweiz mit Stellungnahme zum geplanten Bundesgesetz

Jahresbericht 2018

Hier können Sie den Jahresbericht 2018  ansehen und herunterladen. Vereinsmitglieder, SpenderInnen, Mitarbeitende und Kunden erhalten Jahresbericht und Bulletin per Post. Beides kann bei der Geschäftsstelle auch in gedruckter Form bestellt werden.

Finanzierungslücken in der Altersbetreuung schliessen

Mit gutem Beispiel voran: Wichtige Unterstützung für Menschen im Alter, die sich eine externe Entlastung nicht leisten können. Die Stadt Bern hilft mit dieser Initiative explizit auch jenen, die eine Betreuung durch den Entlastungsdienst Kanton Bern in Anspruch nehmen (möchten).

Den Link zum ausführlichen Artikel finden Sie hier.

Film Geschwisterkinder

Der Verein Familien- und Frauengesundheit hat einen schönen Film zum Thema der Geschwister von Menschen mit einer Behinderung produziert. Flavio, einer der Protagonisten des Films, wird seit frühester Kindheit von einer unserer Betreuerinnen regelmässig betreut.

Der Film dauert rund 33 Minuten und ist deutsch und französisch untertitelt. Sie können ihn hier ansehen. Die Broschüre dazu finden Sie hier.

Vorstandsmitglied Ressort Fundraising gesucht

Infolge einer Vakanz (Ressort Mittelbeschaffung/Fundraising) suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung ein ehrenamtliches Vorstandsmitglied. Hier finden Sie die detaillierte Ausschreibung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

 

Bulletin Herbst 2019

Das Bulletin Herbst 2019 ist online und kann hier heruntergeladen werden.

Sie finden darin einen Beitrag zu unserem Anlass am Tag für pflegende und betreuende Angehörige und diverse andere Neuigkeiten. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.