Denise Maurer betreut ihren Sohn seit 34 Jahren: Unsere berührendste Geschichte

Publiziert am

6.10.2020

Die Held*innen des Entlastungsdienst Schweiz

In den vergangenen Wochen durften wir zahlreiche Geschichten von betreuenden Angehörigen und engagierten Mitarbeiter*innen erzählen, die auch in der herausfordernden Zeit rund um Corona Menschen unterstützt haben und weiterhin dafür sorgen, dass es den Betroffenen gut geht. Aus jeder Region haben wir eine Geschichte ausgewählt und nach Ihrer Meinung gefragt: Welche Geschichte hat Sie besonders berührt? Nach einer zweiwöchigen Abstimmung haben wir nun ein Resultat:

Die Geschichte, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist diejenige von Denise Maurer und ihrem Sohn Darcy. Der 34-jährige Darcy lebt mit einer schweren körperlichen und geistigen Behinderung und braucht 24 Stunden am Tag Unterstützung. Seit seiner Geburt betreut und pflegt die 59 Jahre alte Denise ihren Sohn rund um die Uhr, viele Jahre davon war sie alleinerziehend. Diese starke Mutter leistet wirklich Grossartiges!
Darcy Maurer wird rund um die Uhr von seiner Mutter Denise betreut. Ihr Mann, ihr Sohn und dessen Freundin unterstützen sie dabei.

Nicht nur Denise Maurer beeindruckt uns mit ihrem selbstlosen Einsatz. Auch die anderen Geschichten haben uns tief berührt. Sie haben uns einen Einblick gegeben in die herausfordernden Situationen, die in der Schweiz in zahllosen Familien Alltag sind. Sie alle sind wahre Helden und Heldinnen und wir danken ihnen  für ihre unermüdliche Hingabe. Wenn Sie die Geschichten nochmals lesen möchten, dann besuchen Sie unsere Facebook-Seite.

Ohne sie wäre vieles undenkbar

Solche Alltagsheld*innen gibt es natürlich nicht nur in den Reihen des Entlastungsdienstes Schweiz. Laut dem Bundesamt für Statistik leisteten Angehörige in der Schweiz im Jahr 2016 insgesamt 80 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit für die Betreuung und Pflege von nahestehenden Personen. Ohne sie wäre vieles undenkbar – in der Familie ebenso wie in der Gesellschaft. Wir alle sind auf das Engagement dieser Menschen angewiesen und werden es auch in Zukunft sein. Damit sie diesen riesigen Beitrag weiterhin leisten können, müssen wir uns für sie einsetzen und ihre Leistung sichtbar machen.

Die nächste gute Gelegenheit, sich bei ihnen zu bedanken, ist der Tag für pflegende und betreuende Angehörige am 30.Oktober 2020. Zu diesem Anlass wird der Entlastungsdienst Schweiz gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen verschiedene Aktionen durchführen, um die Anerkennung für die Leistung von betreuenden Angehörigen ins Scheinwerferlicht zu rücken.
«Es ist für mich das Schönste, wenn ich morgens in Darcys Zimmer gehe und ich ihn seine strahlenden Augen öffnen sehe», sagt Denise Maurer. Als betreuende Angehörige lebt sie ganz bewusst im Moment.

Am diesjährigen Aktionstag steht das Thema Behinderung im Alter im Fokus. Denn auch Menschen mit einer Einschränkung werden immer älter und ein Grossteil von ihnen wird ganz besonders im Alter auf Unterstützung angewiesen sein. Wie können wir ihren spezifischen Bedürfnissen gerecht werden, damit sie trotz ihrem Angewiesen sein selbstbestimmt leben und ihre sozialen Kontakte aufrechterhalten können? Und wer kümmert sich um sie, wenn die betreuenden Angehörigen sie nicht mehr unterstützen können, weil sie beispielsweise selbst alt geworden sind?

Mehr Informationen zum Tag der pflegenden und betreuenden Angehörigen,  zum diesjährigen Motto und den Forderungen an Politik und Gesellschaft, die der Entlastungsdienst Schweiz formuliert, finden Sie unter: www.angehoerige-pflegen.ch

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