Aktuell

Da sein für Menschen mit Krankheit und ihre Angehörigen

Medienmitteilung

Zürich/Bern, 27. Februar 2020

1. März 2020 – Tag der Kranken

2,2 Millionen Menschen in der Schweiz leben mit einer oder mehreren Krankheiten. Am Tag der Kranken vom 1. März 2020 stehen sie und ihre Angehörigen im Mittelpunkt. Sie brauchen ein Umfeld, das sie darin unterstützt, ihre Leben in Normalität und Selbstbestimmung zu leben. Dazu leistet der Entlastungsdienst Schweiz als Non-Profit-Organisation seinen Beitrag.

Chronische Krankheiten können Menschen in ihrem Alltag und in ihrer Lebensqualität einschränken. Die Krankheit bringt unangenehme Symptome mit sich und braucht Zeit und Raum. Doch kranke und beeinträchtigte Menschen sind mehr als ihre Krankheit(en) und sie wünschen sich so viel Normalität wie möglich in ihrem Alltag. Dazu gehört, dass sie sich einbringen und soziale Kontakte pflegen. Dies ist möglich, wenn die Menschen füreinander da sind. Der Aufruf zum «Tag der Kranken» 2020 lautet deshalb: Seien wir da, für diejenigen, denen es nicht so gut geht. Genau das will der Entlastungsdienst Schweiz tun – nicht nur am 1. März, sondern jeden Tag und nicht nur für die Direktbetroffenen, sondern auch für jene, die sich täglich um ihre Angehörigen kümmern. Im Mittelpunkt steht der Mensch – nicht die Krankheit.

Soziale Teilhabe ist wichtig – auch für die Gesundheit

Monika Persano beispielsweise lebt seit mehr als 15 Jahren mit einer halbseitigen Lähmung. Manchmal geht es ihr damit besser, manchmal schlechter. Aber sie sagt: «Ich lebe ein gutes, ein normales Leben.» Sie lebt in ihrer eigenen, vertrauten Wohnung und besucht trotz ihrer Einschränkung regelmässig Rock-Konzerte. «Die Musik hilft mir sehr, meine Lebensfreude zu bewahren. Und an den Konzerten erlebe ich wunderbare Begegnungen», sagt Persano. «Ich habe nur ein Leben, also mache ich das Beste daraus. Mir ist aber bewusst, dass es nicht allen Menschen gleich leichtfällt, diese Haltung zu pflegen. Trotzdem will ich alle Betroffenen dazu ermuntern.» Besonders wertvoll sind für Monika Persano die Beziehungen, die sie zu ihrer Familie und ihren Freunden pflegt. «Hier kann ich auch sehr viel geben, nicht nur nehmen.» Persano ist es wichtig, sich nicht als «krank» zu verstehen, sondern als Mensch mit einem Handicap.

Menschen mit Krankheit oder Behinderung sind wichtige Stützen unserer Gesellschaft. Sie bringen sich ein, engagieren sich und pflegen soziale Kontakte. – Und tun damit auch etwas Gutes für ihre Gesundheit. Denn die soziale Teilhabe wirkt sich positiv aus auf Lebensqualität, Genesungschancen und Lebenserwartung. 2,2 Millionen Menschen leiden in der Schweiz an einer chronischen Krankheit (2015). Damit sie und ihre Angehörigen soziale Kontakte pflegen können, brauchen sie ein Umfeld, das sie darin bestärkt. Ein Umfeld, in dem ihnen die Pflege sozialer Kontakte tatsächlich möglich ist und ein Umfeld, das betreuenden Angehörigen Entlastung bietet. Auch die betreuenden Angehörigen brauchen eigene soziale Kontakte – ihrer Gesundheit ist damit ebenfalls geholfen.

Der gemeinnützige Verein Entlastungsdienst Schweiz hilft mit festen Bezugspersonen in der Betreuung zuhause. Diese betreuen täglich Menschen mit chronischer Krankheit, was Austausch und soziale Interaktion für alle ermöglicht.

Suchen Sie Betroffene, die Ihnen Einblick in ihren Alltag gewähren? Melden Sie sich bei Elena Ibello, Tel. 079 400 37 55, elena.ibello@entlastungsdienst.ch.